2026
Lobpreis darf schlicht und einfach, sollte aber ehrlich sein. Das spiegeln auch die Psalmen des Alten Testaments, etwa Psalm 121, der in der Vertonung durch Otto Olson erklingt. Auch die Psalmen 117 („Laudate“ von Knut Nystedt) und 150 („Salmo 150“ von Ernani Aguiar) sind „Lobpreis pur“, und sogar der Bußpsalm 51 endet in der Vertonung durch Johannes Brahms mit dem Wunsch nach einem „freudigen Geist“. Wie individuell das Gotteslob ausfällt, haben Komponisten aller Zeiten und aller Regionen zum Ausdruck gebracht. Der Lobpreis schöpft aus der Erfahrung von Gottes Schutz in allen Lebenslagen. So liegt die Bitte um Segen nicht fern. Für Dank und Bitte braucht es keinen Termin, der in der Zukunft liegt. Denn „This Day“ … heute! … ist die Zeit, um über Gott und die Welt nachzudenken, Gott zu loben und um seinen Segen zu bitten.
2025
Gemeinsam mit der Chorklasse 7 der Marienschule Münster gestaltete Cantissimo am 9. November 2025 ein Benefizkonzert zugunsten des Lions Club Münster Annette von Droste-Hülshoff.
Dabei erklangen unter anderem Werke von Jean-Philippe Rameau (1683-1764), Edvard Grieg (1843-1907), Gabriel Fauré (1845-1924), Leonard Bernstein (1918-1990) und John Rutter (geb. 1945).
Die Spenden kommen drei Projekten zugute, die der Lions Club fördert: dem Kindergarten Mangochi in Malawi, dem Programm „Mitmachkinder“ in Münster und zwei Schulen in Münster, die an der bundesweiten Gesundheitsförderung „Klasse2000“ teilnehmen.
Das Bischöfliche Mädchengymnasium Marienschule Münster bietet im Bereich Musikpraxis die Möglichkeit, in den Chorklassen die eigene Stimme kennenzulernen und den richtigen Umgang mit ihr auszubilden. Der zeitliche Aufwand für die Teilnahme an diesem Zusatzangebot wird kompensiert durch die Freude am gemeinsamen Musizieren.
Was ist Liebe? Alle Dichtungen und Vertonungen dieses Programms (und noch „unendlich“ viele mehr) sagen etwas Wichtiges dazu … und doch nie alles. Erich Fried hat es so zusammengefasst: „Es ist, was es ist“… Und die Liebe ist unsterblich, nicht nur in Shakespeares 18. Sonett.
Shall I compare thee to a summer‘s day?
Thou art more lovely and more temperate:
Rough winds do shake the darling buds of May,
And summer‘s lease hath all too short a date:
Sometime too hot the eye of heaven shines,
And often is his gold complexion dimm‘d;
And every fair from fair sometime declines,
By chance or nature‘s changing course untrimm‘d;
But thy eternal summer shall not fade
Nor lose possession of that fair thou ow‘st;
Nor shall death brag thou wander‘st in his shade,
When in eternal lines to time thou growest:
So long as men can breathe or eyes can see,
So long lives this, and this gives life to thee.
(William Shakespeare, Sonnet/Sonett 18)
Soll ich vergleichen dich dem Sommertag?
Nein, nicht so lieblich ist er und so mild;
Wie oft der Sturm des Frühlings Knospen brach,
Und Sommer weilt nur flüchtig im Gefild!
Oft scheint des Himmels goldnes Aug’ zu heiß,
Oft trübet sich sein strahlend Angesicht,
Und wie oft schwindet seiner Schönheit Preis,
Wenn Zufall oder die Natur sie bricht!
Doch nie ein Ende deinem Sommer droht,
Verlust des Schönen nie, was dir gehört;
Dich zu umschatten, rühmt sich nie der Tod,
Wenn du in ew’gen Liedern wirst verklärt;
So lang’ ein Athem weht, ein Auge sieht,
Lebt und verleiht dir Leben dieses Lied.
(Übersetzung Emil Wagner [L. R. Walesrode], 1840)
2024
Weihnachten lässt sich nicht verschieben. Der Termin steht seit mehr als zweitausend Jahren fest. Aber wie bei so vielen Dingen im Leben kommt es auch im Dezember immer wieder vor, dass Weihnachten viel schneller als gedacht, viel schneller als erwartet, viel schneller als erwünscht vor der Tür steht.
Was tun?
So rechtzeitig mit der Vorbereitung anfangen, dass Weihnachten werden kann. Nicht zu früh (im September, wenn das Weihnachtsgebäck die Läden flutet), nicht zu spät (wenn man alles eingekauft, geputzt, gekocht hat). Sich Zeit nehmen. Denn Weihnachten kommt nicht mit einem Fingerschnipp. Ein bisschen Licht (Kerze für Kerze Woche für Woche), ein bisschen Ruhe (immer mal wieder dem Lärm und Gedudel entfliehen), ein bisschen Freude (ohne die auch das perfekt geplante Weihnachten glanzlos ist), ein bisschen … Advent.
Wo bin ich zuhause?
In der Nacht oder im Kreis der Lieben, am Ort der Kindheit oder bei Gott?
Auf diese Frage gibt es wohl immer mehrere Antworten im Leben. Für die Komponisten Schein und Schütz (auch geprägt durch den 30-jährigen Krieg) war es Gott, auf den alles zulief. Romantiker wie Wolf fanden ihren Hafen in der Nacht. Japanischen Komponisten waren ihre liebsten Menschen Heimat. Allen gemeinsam ist der Trost, den das Aufgehobensein schenkt.
2023
2020
